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Wunder gibt es immer wieder...

Wie Krankenpfleger Thorsten K. sich von der Diagnose "hohe Querschnittslähmung" aus dem Rollstuhl kämpfte. Eine unglaubliche Geschichte:

Es geschah im Sommer. Blu Sky Lager-Kunde Thorsten K. aus Wiesbaden konnte sich plötzlich nicht mehr auf den Beinen halten, verlor die Kontrolle über den Körper, jeder weitere Schritt schien unmöglich. Nach Minuten des Rätselns wurde ein Rollstuhl organisiert, Kollegen fuhren ihn in die Neurologie. Manchmal gut, wenn man in der Notaufnahme eines Krankenhauses arbeitet.

Einige Untersuchungen später stand fest: Es lagen drei bislang unerkannte Bandscheibenvorfälle im Hals vor, der üblicherweise daumendicke Spinalkanal war nur noch wenige Millimeter breit, die Nerven nahezu gänzlich eingequetscht. Diagnose: Hohe Querschnittslähmung. Eine OP wurde angeraten, jedoch mit geringer Chance, den vor einer Stunde so unerwartet erhaltenen Rollstuhl jemals wieder verlassen zu können.

"Ich hatte jahrelang Rückenschmerzen, die Fehldiagnostiziert worden waren. Der Ursprung lag in der Halswirbelsäule", erzählt er uns. Falsche Belastungen im Beruf als Pfleger und Fehlbehandlungen hatten ihn in diese scheinbar so ausweglose Situation gebracht.

Nach der OP gab es seitens der Ärzte und der Physiotherapeuten wenig Hoffnung. Man riet ihm, sich an das neue Leben im Rollstuhl zu gewöhnen.

Nun wohnt Thorsten K. aber im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses, - ohne Aufzug. Er entschied sich, den Rollstuhl unten im Treppenhaus zu platzieren und für die Einkäufe zu nutzen. Die Treppen bewältigte er rutschend im Sitzen, sich auf seine Hände stützend. Ähnliches Bild in der Wohnung.

Irgendwann im darauffolgenden Frühling kam der Punkt, an dem er sich dachte: Dies ist kein Leben. So nicht. Es muss einen Weg geben. Ich kann das schaffen!

Er las sich schlau, schaute sich Motivationsvideos an und spielte sich nächtelang Heilmusik vor. Er trainierte seine Muskeln und begann, allein durch die Kraft seiner Arme für kurze Sekunden an Krücken zu stehen. In den Pausen visualisierte er, wie er wieder laufen könne, wie er wieder arbeiten könne, wie er einfach so dastehen würde, kraftvoll und stark, ohne Krücken.

In dieser Phase lernten wir ihn kennen, er fuhr mit dem Rollstuhl bei uns im Lager vor und suchte eine Lagerbox, um einige seiner Möbel unterstellen zu können. Da unsere Lagerräume in Mainz sowie in Frankfurt barrierefrei sind, war die Besichtigung kein Problem. "Ich richte mir gerade eine Art Fitnessstudio in meinem Gästezimmer ein, ich brauche Platz für meine Übungen", begründete er damals seinen Einlagerungswunsch.

Diese Begegnung ist nun lange Jahre her, und neulich trafen wir ihn wieder in unseren Lagerflächen in Mainz, nun bereits locker auf Krücken laufend und dazwischen komplett freistehend. Mittlerweile arbeitet er wieder im Krankenhaus, den Rollstuhl braucht er schon lange nicht mehr.

"Ich denke, meine dreißig Jahre im aktiven Kampfsport haben mir sehr geholfen", berichtet er stolz bei einer Tasse Kaffee. "Aber ich behaupte trotzdem, dass dieses Wunder für jeden möglich ist! Man muss nur den klaren Willen für sich formulieren und dann einfach alles dafür tun! Vor allem aber gilt: Niemals aufgeben!"

Wir reden noch sehr lange, er erzählt auch von den vielen Rückschlägen, den depressiven Phasen, die ihn auch jetzt immer mal wieder besuchen, den tausend Hindernissen, die noch vor ihm liegen.

"Man pflegt jahrelang andere Menschen, hilft, wo man kann, und dann schlägt das Schicksal nochmal so zu – an manchen Tagen ist das schon sehr hart", lässt er uns an seinem Innersten teilhaben. "Aber ich werde nie aufgeben, den letzten Schritt, komplett ohne Krücken laufen zu können, den schaffe ich auch noch!"

Seine Lagerbox bei uns hat er noch immer, nutzt sie nun als Kellerersatz und meint, das hätte ihm auch schon eher einfallen dürfen: Dinge auszulagern und so Platz für einen Fitnessbereich in der Wohnung zu schaffen – einfach genial!

Wir bleiben tief beeindruckt zurück. Thorsten K. gab uns die Erlaubnis, seine Mailadresse zu veröffentlichen. Wenn Sie vielleicht jemanden kennen, der mentale Hilfe gebrauchen könnte, dann dürfen sie Thorsten K. gern anschreiben. In seiner Freizeit nämlich berät er heute des Öfteren andere Menschen, spendet Mut und Zuversicht. Er ist zum Vorbild geworden für diejenigen, denen man irgendwann einmal gesagt hat: Sorry, das wird wohl eher nichts mehr...

Thorstens Mailadresse: chonji@web.de

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